Termine Basketball

Nördlingen, 15.12.2018, 13:15 Uhr: U20 weiblich Bezirksoberliga, Mehrzweckhalle
Nördlingen, 15.12.2018, 17:45 Uhr: Damen - Regionalliga, Mehrzweckhalle
Nördlingen, 15.12.2018, 19:30 Uhr: Herren - Regionalliga 2, KeßlerHalle
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Aktuelles Basketball

U12w - Das Spiel an der Freiwurflinie verloren
(11.12.2018) TSV Nördlingen - BG Leitershofen/Stadtbergen    59:69
U12m BOL - Klarer Sieg beim letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause
(10.12.2018)

TSV Nördlingen U12 - TSV Wasserburg/Günzburg 110 : 44

U10/2 - unglückliches Ende für Nördlingen
(10.12.2018) Nördlingen - Ingolstadt  34:38
U10/1 - Hoher Sieg
(10.12.2018) Nördlinge - SSV Schrobenhausen  120:41
Herren - 2. Regionlalliga Süd - Offensivspektakel mit glücklichem Ausgang
(9.12.2018)

Nördlingen behauptet mit einem 114:105-Sieg über die Green Devils Schrobenhausen den zweiten Platz in der Tabelle

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Basketball

 

Nearle rockt Wien

U 14 Buben stehen sensationell im Finale des größten europäischen Basketballjugendturniers in Wien

Fast schon obligatorisch machten sich auch heuer wieder die Nachwuchsbasketballer des TSV Nördlingen - per Bahn - auf den Weg zum international besetzten Jugendturnier nach Wien. 485 Mannschaften aus 23 Ländern waren bei diesem Basketball-Spektakel vertreten. Neben spannenden Spielen, gemeinsamen Unternehmungen und viel Spaß blieb für die vier mitgereisten Mannschaften, samt Coaches und Eltern auch genügend Zeit, die Weltstadt zu erkunden.

U 14 Buben - Neun unbeugsameNördlinger

Wir befinden uns im Jahre 2017 nach Christus. Ganz Wien ist vom 10. bis 15.04.2017 vonhochkarätigen europäischen Basketball-Nachwuchsleistungsmannschaften besetzt. Ganz Wien? Nein! Neun unbeugsameNördlinger Buben hören nicht auf, den großen Gegnern Widerstand zu leisten und schaffen die Sensation.

Von links nach rechts: Coach Gary Szabo, Philipp Seidel, Julius Kluger, Manuel Kleebauer, Tim Dotzauer, Max Scherer, Fritz Held, Pascal Schröppel, Moritz Eber, Benedikt Schwarzenberger und Teammanager Pierre Schröppel

Doch der Reihe nach. Nach einer sehr gelungenen Saison in der Bayernliga freuten sich die Buben zusammen mit ihrem Coach Gary Szabo auf die Abschlussturnierwoche in Wien. Die ambitionierte Bayernliga-Mannschaft wollte dort so weit wie möglich kommen. Und was geschah: Sie schafften das schier Unmögliche und spielten sich fulminant ins Finale. Coach Gary Szabo holte aus jedem Einzelnen seiner Jungs das Maximum heraus und erzielte dabei ein sehenswertes Teamplay.

In der Gruppenphase wurden die ersten beiden Spiele gegen KanizsaKosárlabda aus Ungarn mit 85:21 und gegen Empor Berlin mit 66:25 souverän gewonnen. Das Schlüsselspiel gegen die bisher auch ungeschlagenen Italiener aus Lecce entwickelte sich zum Krimi. Nach einem 14 Punkte Rückstand schafften es die Jungsmit Hilfe lautstarker Unterstützung der mitgereisten Eltern der äußerst physischen Spielweise der Gegner Paroli zu bietenund feierten letztlich einen 56:54 Sieg. Im letzten Gruppenspiel gegen BBV Köln-Nordwest merkte man der Mannschaft das harte Italienspiel an, dennoch wurde ein ungefährdeter 80:54 Sieg eingefahren. Somit konnten in der Vorrunde vier Siege verbucht werden. Als Gruppenerster war man für die Play High qualifiziert.

Coach Gary Szabo stellte seine Jungs auch für die Zwischenrunde perfekt ein. Hier siegten sie klar mit 61:13 gegen den BBC Coburg, angepeitscht wiederum durch die TSV-Wand der mitgereisten Eltern sowie der männlichen und weiblichen U 18- Mannschaft. Auch bei zweiten Tagesspiel gegen Basket HexiaZwevegem-Deerlijkaus Belgien konnte sich die Rieser mit 59:44 durchsetzen.

Wiederum als Gruppensieger war man für die Finalrunde der letzten 24 (von insgesamt 74) Mannschaften qualifiziert. Der Freitag begann im Sechzehntel-Finale in einem sehr intensiven Spiel gegen die Berlin Tiger, welches die Buben mit 44:42 für sich entscheiden konnten.Nach kurzer Pause wurde schon das Achtelfinale gegenAssecoGdynia aus Polen ausgespielt. Hier lösten sie relativ deutlich mit 42:24 das Ticket ins Viertelfinale.

Im Viertelfinale am Nachmittag gegenBasket@Sea aus Belgien wuchsen die TSV’ler einmal mehr über sich hinaus. Angepeitscht von den rund 40 Nördlingern wurde dieser Krimi mit 58:54 gewonnen.

Um 18.00 Uhr fand das Halbfinale gegen die HeimmannschaftBC Vienna 87 statt. Die gesamtemitgereiste Nördlinger Basketballfamilie bestehend aus U 18 Mädels, U 18 und U 20 Jungs samt Eltern feuerten wiederum das Team mit lauten Gesängen frenetisch an und übertönten dabei die zahlreichen Fans des Lokalmatadors. Die Halle bebte. Das Unglaubliche wurde Realität – Sieg mit 48:46. Nearle steht Finale!

Teammanager Pierre Schröppel, der im Übrigen diese Reise professionell plante und organisierte, musste nun die Heimfahrt umbuchen. Niemand hätte je mit dem Einzug ins Finale gerechnet.

Dieses fand am Karsamstag mittags in der vollbesetztenStadthalle gegen den BC Wiesbaden statt. Wiesbaden trat mit einem 12-Mann-Kader an, der sowohl größentechnisch als auch athletisch durch die Bank den TSV-Buben weit überlegen war. Bei unseren Jungswar zudem deutlich erkennbar, dass - durch die kleine Rotation - die fünf Turniertage mit zehn, teilweise sehr engen Spielen, ihre Spuren hinterlassen hatten. Es fehlte an Spritzigkeit und der nötigen Intensität, während die Wiesbadener Mannschaft, gespickt mit vier amerikanischen Talenten, ihre individuelle Klasse zeigten. Letztlich musste man sich im Finale mit 48:65 geschlagen geben.

Der Zweite Platz im Wiener Osterturnier gleicht einer Sensation. Namhafte deutsche Nachwuchsteams aus München, Ulm, Ludwigsburg, Gießen, Bamberg, Frankfurt und Bayreuth hingegen schieden vorzeitig aus. Ein sichtlich stolzer Gary Szabo trat mit seinen Heldenund dem gewonnenen Pokal im Gepäck die Heimreise an.

U 18 Mädchen
Die U18 Mädchen konnten zwei ihrer Gruppenspiele für sich entscheiden. Gegen Oldenburg und Rhodigium (Italien) setzen sie sich mit einer starken Teamleistung durch. Jedoch musste man sich gegen Zülpich und Brugge (Belgien) in zwei knappen Spielen am Ende geschlagen geben.Als überraschender Gruppenzweiter bestritt man das Achtelfinale gegen die Bergischen Löwen aus Bergisch-Gladbach. Die Nördlingerinnen hatten das erste Viertel verschlafen und konnten diesen Rückstand nicht mehr einholen. So schied man mit einer deutlichen Niederlage aus dem Osterturnier aus. Dennoch kann die Mannschaft auf eine Woche mit vielen Erfahrungen und Spaß zurückblicken.

U 18 Jungs
Die U18 Männlich hatte leider keine besonders erfolgreiche Woche und konnte nicht in die Playoffs einziehen. Geschlagen wurde die Mannschaft aus Nördlingen von den Ostfriesen, welche ein starkes Spiel hinlegten und die Nördlinger klar am ersten Tag besiegten. Am zweiten Tag trat man gegen die Mannschaft PallacanestroArcella aus Italien an. Die TSV'ler kämpften mit eisernem Willen und besiegten die Gegner mit sechs Punkten. Am Donnerstag kam es zu dem entscheidenden Spiel gegen Basket Conselve A.S.D., ebenfalls aus Italien. Ein Sieg gegen diese Mannschaft hätte den Einzug in die Playoffs bedeutet, allerdings konnte man die emotionalen Italiener nicht besiegen und man musste sich letztlich mit einem Sieg zufriedengeben.

U 20 Jungs
Eine harte Woche erlebten die U20 Jungs. Sie spielten am Dienstag gegen TK Hannover und verloren nach einem harten Kampf mit 37 Punkten. TK Hannover fand sich am Ende des Turniers im Finale wieder. Nicht viel leichter war das Spiel gegen die Basket2000 Vienna, die wie die Hannoveraner, körperlich deutlich überlegen waren. Die Differenz nach den gespielten 32 Minuten betrug die selbe wie gegen Hannover. Am selben Tag noch hoffte die Mannschaft einen Sieg gegen den scheinbar Gruppenschwächsten DJK Bamberg zu erringen. Doch auch hier lag man neben den Erwartungen und musste eine Niederlage verkraften. Am letzten Tag war klar, dass die Playoffs nicht mehr machbar sind und ein Sieg gegen die Berliner Tigers im Grunde nicht realistisch sein würde, da diese erst am Tag zuvor gegen die Basket2000 Vienna gewonnen hatten. Doch uneingeschüchtert legten die Nördlinger ihr stärkstes Spiel der Woche hin und konnten über die Berliner Meister triumphieren. Somit hatte die Woche für die U20 ein Happy End und man konnte die letzten beiden Tage genießen.

 

Bei der Rückfahrt hatten die fünfzig mitgereisten TSV‘ler wahrlich einen Schutzengel. Kurz vor der Abfahrt im Wiener Bahnhof ereignete sich eine Zugkollision. Nichts ging mehr. Nach langer Wartezeit und Umwegen begrüßten die Eltern ihre müden aber glücklichen Kinder nachts um 1.30 Uhr mit einem Willkommensbanner am Donauwörther Bahnhof.(mik)


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