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Nearle rockt Wien (17.4.2017 )
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(812 Aufrufe) U 14 Buben stehen sensationell im Finale des größten europäischen Basketballjugendturniers in Wien
Fast schon obligatorisch machten sich auch heuer wieder die Nachwuchsbasketballer des TSV Nördlingen - per Bahn - auf den Weg zum international besetzten Jugendturnier nach Wien. 485 Mannschaften aus 23 Ländern waren bei diesem Basketball-Spektakel vertreten. Neben spannenden Spielen, gemeinsamen Unternehmungen und viel Spaß blieb für die vier mitgereisten Mannschaften, samt Coaches und Eltern auch genügend Zeit, die Weltstadt zu erkunden.
U 14 Buben - Neun unbeugsame Nördlinger
Wir befinden uns im Jahre 2017 nach Christus. Ganz Wien ist vom 10. bis 15.04.2017 vonhochkarätigen europäischen Basketball-Nachwuchsleistungsmannschaften besetzt. Ganz Wien? Nein! Neun unbeugsame Nördlinger Buben hören nicht auf, den großen Gegnern Widerstand zu leisten und schaffen die Sensation.


Von links nach rechts: Coach Gary Szabo, Philipp Seidel, Julius Kluger, Manuel Kleebauer, Tim Dotzauer, Max Scherer, Fritz Held, Pascal Schröppel, Moritz Eber, Benedikt Schwarzenberger und Teammanager Pierre Schröppel
Doch der Reihe nach. Nach einer sehr gelungenen Saison in der Bayernliga freuten sich die Buben zusammen mit ihrem Coach Gary Szabo auf die Abschlussturnierwoche in Wien. Die ambitionierte Bayernliga-Mannschaft wollte dort so weit wie möglich kommen. Und was geschah: Sie schafften das schier Unmögliche und spielten sich fulminant ins Finale. Coach Gary Szabo holte aus jedem Einzelnen seiner Jungs das Maximum heraus und erzielte dabei ein sehenswertes Teamplay.
In der Gruppenphase wurden die ersten beiden Spiele gegen KanizsaKosárlabda aus Ungarn mit 85:21 und gegen Empor Berlin mit 66:25 souverän gewonnen. Das Schlüsselspiel gegen die bisher auch ungeschlagenen Italiener aus Lecce entwickelte sich zum Krimi. Nach einem 14 Punkte Rückstand schafften es die Jungsmit Hilfe lautstarker Unterstützung der mitgereisten Eltern der äußerst physischen Spielweise der Gegner Paroli zu bietenund feierten letztlich einen 56:54 Sieg. Im letzten Gruppenspiel gegen BBV Köln-Nordwest merkte man der Mannschaft das harte Italienspiel an, dennoch wurde ein ungefährdeter 80:54 Sieg eingefahren. Somit konnten in der Vorrunde vier Siege verbucht werden. Als Gruppenerster war man für die Play High qualifiziert.
Coach Gary Szabo stellte seine Jungs auch für die Zwischenrunde perfekt ein. Hier siegten sie klar mit 61:13 gegen den BBC Coburg, angepeitscht wiederum durch die TSV-Wand der mitgereisten Eltern sowie der männlichen und weiblichen U 18- Mannschaft. Auch bei zweiten Tagesspiel gegen Basket HexiaZwevegem-Deerlijkaus Belgien konnte sich die Rieser mit 59:44 durchsetzen.


Wiederum als Gruppensieger war man für die Finalrunde der letzten 24 (von insgesamt 74) Mannschaften qualifiziert. Der Freitag begann im Sechzehntel-Finale in einem sehr intensiven Spiel gegen die Berlin Tiger, welches die Buben mit 44:42 für sich entscheiden konnten.Nach kurzer Pause wurde schon das Achtelfinale gegen AssecoGdynia aus Polen ausgespielt. Hier lösten sie relativ deutlich mit 42:24 das Ticket ins Viertelfinale.
Im Viertelfinale am Nachmittag gegen Basket(at)Sea aus Belgien wuchsen die TSVler einmal mehr über sich hinaus. Angepeitscht von den rund 40 Nördlingern wurde dieser Krimi mit 58:54 gewonnen.
Um 18.00 Uhr fand das Halbfinale gegen die Heimmannschaft BC Vienna 87 statt. Die gesamte mitgereiste Nördlinger Basketballfamilie bestehend aus U 18 Mädels, U 18 und U 20 Jungs samt Eltern feuerten wiederum das Team mit lauten Gesängen frenetisch an und übertönten dabei die zahlreichen Fans des Lokalmatadors. Die Halle bebte. Das Unglaubliche wurde Realität - Sieg mit 48:46. Nearle steht Finale!
Teammanager Pierre Schröppel, der im Übrigen diese Reise professionell plante und organisierte, musste nun die Heimfahrt umbuchen. Niemand hätte je mit dem Einzug ins Finale gerechnet.
Dieses fand am Karsamstag mittags in der vollbesetztenStadthalle gegen den BC Wiesbaden statt. Wiesbaden trat mit einem 12-Mann-Kader an, der sowohl größentechnisch als auch athletisch durch die Bank den TSV-Buben weit überlegen war. Bei unseren Jungswar zudem deutlich erkennbar, dass - durch die kleine Rotation - die fünf Turniertage mit zehn, teilweise sehr engen Spielen, ihre Spuren hinterlassen hatten. Es fehlte an Spritzigkeit und der nötigen Intensität, während die Wiesbadener Mannschaft, gespickt mit vier amerikanischen Talenten, ihre individuelle Klasse zeigten. Letztlich musste man sich im Finale mit 48:65 geschlagen geben.
Der Zweite Platz im Wiener Osterturnier gleicht einer Sensation. Namhafte deutsche Nachwuchsteams aus München, Ulm, Ludwigsburg, Gießen, Bamberg, Frankfurt und Bayreuth hingegen schieden vorzeitig aus. Ein sichtlich stolzer Gary Szabo trat mit seinen Heldenund dem gewonnenen Pokal im Gepäck die Heimreise an.
Bei der Rückfahrt hatten die fünfzig mitgereisten TSVler wahrlich einen Schutzengel. Kurz vor der Abfahrt im Wiener Bahnhof ereignete sich eine Zugkollision. Nichts ging mehr. Nach langer Wartezeit und Umwegen begrüßten die Eltern ihre müden aber glücklichen Kinder nachts um 1.30 Uhr mit einem Willkommensbanner am Donauwörther Bahnhof.(mik)
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